Die FIA stellt in ihrem Juli-Sicherheitsbulletin die Bedeutung von Haltekabeln heraus. Die Bauteile sollen bei Unfällen verhindern, dass Fahrzeugteile unkontrolliert weggeschleudert werden. Das bekannte Beispiel sind Räder von Formelrennwagen.

Der Standard 8864-2022 erweitert den Anwendungsbereich gegenüber der älteren, speziell auf Räder ausgerichteten Fassung. Auch hintere Aufprallstrukturen und aerodynamische Elemente können damit über entsprechende Kabel gesichert werden.

Zwei Eigenschaften sind besonders wichtig: Die Kabel müssen Energie aufnehmen können und widerstandsfähig gegen Schnitte sein. Gerade bei einem Unfall können scharfe Trümmer die Verbindung beschädigen. Die Prüfklassen berücksichtigen deshalb die aufnehmbare Energie innerhalb definierter Längenbereiche; auch die an das Fahrzeug weitergegebene Kraft wird erfasst.

Das Bulletin beschreibt den technischen Rahmen und weist zugleich darauf hin, dass ältere homologierte Radhaltesysteme weiterhin in vorgesehenen Anwendungen vorkommen. Daraus folgt kein pauschaler Austauschbefehl für jedes Fahrzeug. Entscheidend sind die jeweilige Kategorie und ihre geltenden Vorschriften. Die zentrale Entwicklung ist der breitere systematische Schutz vor abgetrennten Teilen über das einzelne Rad hinaus.

Quellen

Nachrichtenstand: 06.07.2026.