Die FIA hat Rallyeveranstalter an die systematische Prüfung gefährlicher Streckenbereiche erinnert. Im Juli-Bulletin nennt die Sicherheitsabteilung besonders den Abschnitt zwischen fliegendem Ziel und Stopppunkt. Dort seien zunehmend Zwischenfälle beobachtet worden.
Die Empfehlung lautet, Fahrzeuge nach dem Ende der Zeitnahme wirksam abzubremsen, bevor sie Bereiche mit Offiziellen und Zuschauern erreichen. Geeignete bauliche Maßnahmen sollen verhindern, dass auch bei Fahr- oder Aufschriebfehlern Wettbewerbstempo bis zum Stopppunkt bestehen bleibt.
Weitere Schwerpunkte sind Ortsdurchfahrten, verdeckte Hindernisse und die Veränderung der Fahrbahn während einer Prüfung. Abkürzen über den Kurvenrand kann Schmutz und Schotter auf Asphalt ziehen und so die Bedingungen für nachfolgende Fahrzeuge verschlechtern. Das Bulletin nennt unter anderem Anti-Cut-Elemente und unterschiedliche Schikanen als mögliche Instrumente.
Welche Lösung passt, hängt vom konkreten Ort ab. Die Veröffentlichung fordert daher vor allem frühe Erkennung und fachliche Planung. Sie ist keine pauschale Bauanleitung für jede Rallyestrecke. Der Sicherheitsgewinn entsteht aus dem Zusammenspiel von Streckenwahl, geeigneten Maßnahmen und wirksamer Organisation während der Veranstaltung.
Quellen
Nachrichtenstand: 20.07.2026.
- FIA Safety Bulletin 64Veröffentlicht am 20.07.2026