Die FIA hat neue Leitlinien für die Rettung von Fahrern aus einsitzigen Rennwagen vorgestellt. Medizinische Kommission und Sicherheitskomitee haben die Empfehlungen gebilligt. Eine wesentliche Änderung betrifft die Bergung zusammen mit dem herausnehmbaren Sitz.

Diese seit 1999 etablierte Methode wird nach dem Bulletin nicht mehr als bisheriges Verfahren eingesetzt. Sie entstand unter der Annahme einer isolierten Wirbelsäulenverletzung ohne andere dringende medizinische Erfordernisse. Inzwischen haben sich die Prioritäten der unmittelbaren Notfallversorgung weiterentwickelt.

Zusätzliche Schutzsysteme wie HANS und Halo verändern zudem den Zugang zum Fahrer. Die FIA nennt deshalb verschiedene geeignete Wege, darunter selbstständiges Aussteigen und unterschiedliche unterstützte Rettungsverfahren. Die Wahl ist eine Aufgabe geschulter medizinischer und technischer Einsatzkräfte.

Die Veröffentlichung ist als organisatorische und medizinische Weiterentwicklung des Rennbetriebs zu verstehen. Sie liefert keine allgemeine Handlungsanleitung für Zuschauer bei einem Unfall. Für Veranstalter bedeutet die Anpassung vor allem, dass Ausbildung, Ausrüstung und Übungen ihrer Rettungsteams zu den aktuellen Vorgaben passen müssen. Die vollständigen Leitlinien bilden dafür den verbindlichen fachlichen Ausgangspunkt.

Quellen

Nachrichtenstand: 13.02.2026.